Industriekultur

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Russland: Abschied mit der Transsib: ARD-Studio-Leiter Albrecht Reinhardt reist von Moskau nach Peking

Der erste Teil des Films folgt der heutigen Streckenführung nach Wladiwostok. Halt gemacht wird unter anderem im Ural, dem Reinhardt bereits früher ein faszinierendes Portrait widmete. Bei Irkutsk, das ohne die Transsib nicht denkbar wäre, stösst der Zug auf den Baikalsee, den er auf der Weiterfahrt zum asiatisch-burjatischen Ulan-Ude teilweise umrundet. Nach Waldiwostok wird Reinhardt von dem russischen Journalisten Grigorij Pasko begleitet, den seine Enthüllungen über skandalöse Umweltsünden der Marine vor Gericht brachten.

 

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Der zweite Teil zeichnet die ältere, direkte Strecke der Transsib durch China, über Harbin und Dalian nach Peking, nach, und beschäftigt sich mit den früheren russischen Interessen in diesen Gebieten, unter anderem auch mit deren Rolle als Schauplatz russisch-japanischer Auseinandersetzungen. In diesem Abschnitt spielt auch eine historische Dampflok eine Hauptrolle: die EM-3753 aus Wjasemski, 1945 in den USA für die Sowjetunion gebaut; weitere Information hier.

Die Dreharbeiten, die zu aussergewöhnlichen Bildern führten, nahmen alleine sechs Wochen in Anspruch; wobei teilweise drei Teams parallel eingesetzt wurden.

 

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Zähes Ringen um Drehgenehmigungen, Probleme wie die nach Jahren der Entspannung nun wieder streng gehandhabten Regelungen über Aufnahmeverbote von Bauten wie Brücken und Bahnhöfen stehen dahinter.

Der Kontrast zwischen Europa und Asien, zwischen sich mühsam transformierender russischer und fieberhaft wachsender chinesischer Wirtschaft mit ihren sozialen und kulturellen Aspekten bilden den roten Faden des Filmes.

 

Sendetermin: 25. 12. u. 26. 12. 2007, 19.15 – 20.00, ARD

Weitere Informationen unter: www.daserste.de

 

Wem das noch nicht reicht, sei bereits ein weiterer Termin empfohlen: Am 10 Januar 2008, 22 – 22.30 Uhr, läuft im WDR-Fernsehen in der Reihe "weltweit" der Film "Mit der Bummelbahn um den Baikalsee", ebenfalls von Albrecht Reinhardt. Hier geht es um das heute "gekappte" Stück der Tanssib direkt am Steilufer des Baikalsees, gespickt mit Tunneln und Brücken. (Wiederholung 12. 1. 2008, 11.15 Uhr)

 

 

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     (alle Fotos: WDR/Igor Butz bzw. Fjodor Simmul)