Industriekultur

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Dinslaken: Werkstattwettbewerb für Gelände der Zeche Lohberg entschieden

Wie rp-online berichtet, gab Bürgermeisterin Sabine Weiss am 15. Oktober die Entscheidung der fünfzehnköpfigen Jury bekannt.

„Und so hat sich Architekt Kai Stege die Zukunft Lohbergs vorgestellt: Ein „Bergpark“, der sich als weite Grünfläche zwischen Hünxer Straße und der Kuppe der Halde erstreckt, wird mit seinem regenwassergespeisten Weiher dem Stadtteil ein neues Gesicht verleihen. Zudem soll „Alt-Lohberg schalenförmig auf dem Zechengelände weitergebaut“ werden. Das Neubaugebiet im Norden Lohbergs soll an die alte Zechensiedlung angeschlossen werden. Ein zentraler Punkt des Entwurfs ist die Verkehrsberuhigung und Umleitung der Hünxer Straße. „Die Straße hat zu einer Trennung des Stadtteils geführt“ (Kai Stege). Und so wird der Durchgangsverkehr in Zukunft hinter dem Zechenareal fließen, während die Hünxer Straße verengt, begrünt und verkehrsberuhigt wird. Das Zechengelände – inklusive der denkmalgeschützten Fördertürme – soll als „historischer, zentraler Zechencluster“ bewahrt und ins Stadtbild integriert werden. Südlich des „Zechenclusters“ werden Feuerwehr und Gewerbe angesiedelt. Dazwischen wird es eine Grünfläche für eine Verbindung von Lohberg und Oberlohberg geben.“

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Die Zeche Lohberg wurde 1905 gegründet und stellte nach genau einhundert Jahren Ende 2005 die Förderung ein; ein halbes Jahr später fand die letzte Grubenfahrt statt.

Weitere Informationen und Bilder zur Zeche Lohberg:
Wikipedia, Stichwort „Zeche Lohberg“
www.bergwerk-lohberg.de
Route der Industriekultur hier
Visueller Rundgang von Martin Wallbaum hier