Industriekultur

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Fürth: Eisenbahn- und Busfestival der Superlative anlässlich „1000 Jahre Fürth“

Bei diesem Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten präsentieren sich historische Lokomotiven, moderne Triebfahrzeuge, Busse und Bahnen in einer Zusammensetzung, die einmalig und so wohl nie wieder zu sehen ist. Zum Beispiel können bei der Ausstellung, die an beiden Tagen von 9 bis 14 Uhr stattfindet, die Weltrekord-Lok von Siemens, die 1939 erbaute Dampflok TAG 7 oder die so genannten Botschafterlokomotiven aus Luxemburg (BB 36 02)  und Österreich (93 1410) bewundert werden. Weitere Leckerbissen für alle Eisenbahnfans sind zum Beispiel die Dampflok 475 111 des „Iron Monument Club Pilsen“, die Diesellok V 200 135 der Museumseisenbahn Hamm oder der nicht betriebsfähige Nachbau des Adlers.

Die Schau aller Fahrzeuge zeigt einen einmaligen Querschnitt durch die deutsche und europäische Bahngeschichte. Highlights des Wochenendes sind unter anderem die beiden Lokparaden, die am Samstag und Sonntag jeweils um 15 Uhr stattfinden. Dabei präsentieren sich in abwechslungsreicher Folge insgesamt etwa 30 Fahrzeuge. Eine Zusammenstellung aus historischen Dampflokomotiven und modernen Triebfahrzeugen, die ebenfalls einmalig ist und nicht nur bei Liebhabern für Staunen sorgen wird.

Eisenbahnnostalgie pur ist auch bei den Sonderfahrten angesagt. So fährt etwa der Bayerische Localbahnverein stündlich abwechselnd mit einer Dampf- und einer Ellok  Rundfahrten von Fürth über Nürnberg zurück in die Stadt. Das Stuttgarter Rössle ersetzt an beiden Tagen zwischen 10 und 17 Uhr die regulären Planfahrten und wird am Sonntag von der Dampflok der Fränkischen Museums-Eisenbahn unterstützt. Kombinationsfahrten mit der Ferkeltaxe und einem der Gastbusse ergänzen das umfangreiche Programm. Karten für die Sonderfahrten sind erst am Veranstaltungstag erhältlich.

Zum 1000. Geburtstag erhält die Stadt von der Deutschen Bahn ein ganz besonderes Geschenk, denn am 15. September wird ein ICE auf den Namen Fürth getauft. Bei der feierlichen Zeremonie um 11 Uhr wird der Hochgeschwindigkeitszug auch seinen kirchlichen Segen erhalten.

Da sich das ganze Wochenende um den Öffentlichen Personen-Nahverkehr dreht, gesellen sich zu den zahlreichen Lokomotiven auch etwa 80 Busse aus dem gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland. Viele von den Gastfahrzeugen werden an den beiden Tagen zwischen 9 und 18 Uhr die Linien 172, 173 und 174 ersetzen und somit auch den einheimischen Fahrgästen ein völlig neues Fahrgefühl vermitteln. Übrigens ist an dem Veranstaltungswochenende der Stadtverkehr frei, es wird jedoch pro Tag ein Spendeneuro erbeten, der gemeinsam mit dem Überschuss aus der Veranstaltung an das DB Museum Nürnberg geht und dort für die Restaurierung der Güterzuglokomotive BR 45 010 verwendet wird, die beim Großfeuer im Museumsdepot 2005 zerstört wurde.

Veranstalter von „Ankunft: Eisenbahnstadt Fürth“, das in der Karolinenstraße (zwischen U-Bahnstation Jakobinenstraße und U-Bahnstation Stadtgrenze) und dem Busbetriebshof der infra fürth verkehr gmbh stattfindet, sind infra fürth verkehr gmbH, die Stadt Fürth und das DB Museum.

Nähere Informationen zu Terminen, Eintrittspreisen etc. unter:

www.1000-jahre-fuerth.de;

DB-Museum

dort jeweils auch das Gesamtprogramm als pdf-Datei