Industriekultur

Magazin für Denkmalpflege, Landschaft, Sozial-, Umwelt- und Technikgeschichte

Das Handwerk der Goldschmiede zählt zu den ältesten Handwerken überhaupt. Seit Menschen zusammenleben, haben sie das Bedürfnis, sich zu schmücken: In Europa dienten kirchliche Schmuckstücke und Geräte der Vermittlung christlicher Botschaften, wurde Schmuck zu Ehren Gottes hergestellt. „Schon immer wurde Schmuck aber auch aus Lust am Schönen gefertigt. Schmuck inszeniert soziale Stellung, Reichtum und Macht seiner Besitzer. Repräsentativ muss Schmuck deshalb sein, kunstvoll, attraktiv“, so Ausstellungsmacher Lutz Engelskirchen.

Schmuck wurde schon vor Jahrtausenden in der Antike europaweit gehandelt – und auch die Gold-Schmiedetechniken verbreiteten sich mit der Zeit über die gesamte, damals bekannteWelt: Handel, Technik und Wissen haben seit jeher Grenzen überwunden. Schmuckgestaltung fordert vom Goldschmied Kreativität und die solide Beherrschung handwerklicher Fähigkeiten. Der Zeitgeschmack wandelte sich, doch viele handwerkliche Techniken blieben ähnlich. Die Herstellung eines aufwendigen Schmuckstücks dauert oft Monate. Doch auch diese Schmuckarbeiten sind in ihren Bestandteilen auf grundlegende Techniken zurückführbar. Hierzu zählen die Gravur, das Niello, das Granulieren, das Emaillieren, das Gießen, das Treiben und Schmieden, und nicht zuletzt die

Handarbeit zur Anfertigung von Einzelstücken. Was sich hinter desen verschiedenen Techniken verbirgt, zeigt die Ausstellung an Iren Objekten.                             

UtaWenning-Kuschel