Hamburg: Neues aus dem Wasserturm-Archiv

Mit dem Projektor Typ IX der Carl-Zeiss-Werke in Jena können per Glasfaser-Technik bis zu 9.100 Sterne an die 21 Meter breite Kuppel projiziert werden, schreibt Jens U. Schmidt in seinem jüngst erschienen Buch „Wassertürme in Hamburg“. Leider habe das Geld nicht für alle Umbau-Ideen ausgereicht. So sollten unterhalb des 3.000 Kubikmeter fassendenWasserbehälters auf dem ehemaligen Tropfboden eine Ausstellungsebene entstehen und im Behälter eine planetare Landschaft. Damit bleibt der Behälter – wie schon vor 1993 – wieder der Öffentlichkeit verborgen. Die mächtigen Räume dort wären nach Schmidts Darstellung sicher auch für experimentelle Musikveranstaltungen interessant; im Behälter hallt ein Posaunenton etwa 30 Sekunden lang.

S.B.

Für Schmidt ist das Buch über die Hamburger Türme nach einem Buch über „Wassertürme im Nordwesten“ von Niedersachsen (ebenfalls Verlag Aschenbeck & Holstein) das zweite; ein drittes Buch über„Wassertürme in Berlin“ ist geplant (vgl. auch „Lesezeichen“ im nächsten Heft). Der Berliner Psychologe baut nach eigenen Angaben seit etwa 30 Jahren ein Wasserturm-Archiv auf, konnte unter anderem die Bestände des Hamburger Wasserturm- Experten Mevius übernehmen. Im Internet ist er mit der Website www.wassertuerme.com vertreten. Der leidenschaftliche Fotograf sei von den Türmen, die nicht zu übersehen, aber oft auch nicht zu nutzen sind und deshalb ein trauriges Dasein fristen, fasziniert.

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