Archiv für den Monat: Juni 2013

Witten: Vortrag „Die Zentral-Werkstatt der Bergisch-Märkischen Eisenbahn“

­Unter dem Namen "Werk Oberbaustoffe Witten" der DB Netz AG existiert der Betrieb heute noch am gleichen Standort und ist einzigartig in Deutschland. Jährlich produziert der Betrieb über 1.200 Weichen, Kreuzungen und Teile dazu. Sämtliche Oberbaumaterialien für die Instandhaltung des Streckennetzes der Deutschen Bahn werden hier gefertigt.

Im Mittelpunkt der Präsentation steht die Gründungsgeschichte, die vor 150 Jahren – am 5. Juni 1863 – mit der Eröffnung des Betriebes im Beisein des preußischen Handelsministers begann. Vorgestellt werden der rasche Ausbau des Werks in den ersten Jahrzehnten, die Aufgaben und die Entwicklung bis heute. Anschaulich machen den Vortrag die zum großen Teil bisher unveröffentlichten Fotos aus der Sammlung des LWL-Industriemuseums. Sie zeigen Gebäude, Pläne, Innenansichten und Produkte. In den Fokus rücken auch die damals vorbildliche Lehrlingsausbildung und die für ihre Zeit fortschrittlichen Sozialleistungen der Werkstatt.

­Die Belegschaft des Betriebes wuchs rasch, 1870 waren bereits 900 Arbeiter beschäftigt. Mehrere Fahnen aus den ersten Jahrzehnten der Betriebsgeschichte erlauben Rückschlüsse auf das Zusammenwachsen der Mitarbeiter dieses Großbetriebes. Ingrid Telsemeyer wird dies beispielhaft an der Fahne der "Central-Locomotiven-Werkstatt" von 1867, die im LWL-Industriemuseum bewahrt wird, erläutern. Portraits des ersten Werksdirektors, des bis 1873 dort wirkenden Moritz Stambke, und des Baumeisters August Orth runden die Darstellung ab.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Parkplätze stehen auf dem Museumsgelände an der Nachtigallstraße 35 zur Verfügung.

Dienstag, 25. Juni 2013, 19.00 Uhr

Veranstaltungsort:
LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur

Nachtigallstr. 35, 58452 Witten

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Phnom Penh: UNESCO ernennt 19 neue Welterbestätten

­Zu den 14 neuen Kulturerbestätten zählen im Bereich der Wirtschaft und Technik :

* China: Kulturlandschaft der Hani: Reisterrassen von Honghe in der Provinz Yunnan
* Fidschi: Historische Hafenstadt Levuka
* Kanada: Red Bay – Historisches Zentrum des baskischen Walfangs

Unter den drei Erweiterungen von Welterbestätten ist auch das polnische Salzbergwerk in Bochnia in Ergänzung zum berühmten Salzbergwerk von Wieliczka.

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Köln/Koblenz: 100 Jahre Radmotorschiff Goethe

­­­"Als die GOETHE 1913 in Dienst gestellt wurde, konnte niemand erahnen, welch aufregende Geschichte dieses einmalige Schaufelradschiff erleben würde. Heute, 100 Jahre später, ist die GOETHE", so die Betreiber in ihrer Pressemeldung vom März 2013, "das wohl beliebteste und außergewöhnlichste Mitglied der KD-Flotte und wird zum 100-jährigen Jubiläum gebührend gefeiert.

"Der Anblick der sich drehenden Schaufelräder lässt alte Zeiten lebendig werden. Beim Betreten der Salons mit ihrer originalgetreuen Art-déco-Ausstattung fühlt man sich zurückversetzt in die Goldenen Zwanziger. Das noch heute größte Seitenradschiff der Welt hat eine bewegte Vergangenheit und lag sogar nach einem Bombentreffer im zweiten Weltkrieg mehrer Jahre auf dem Grund des Rheins. Seit der aufwendigen, originalgetreuen Restaurierung im Jahr 1996 erstrahlt die GOETHE in ihrer heutigen Pracht und feiert 2013 ein einmaliges Jubiläum.

"Zum 100. Geburtstag hat sich die KD Einiges einfallen lassen. So können sich die Gäste an Bord auf eine kulinarische Reise auf den Spuren Johann Wolfgang von Goethes begeben. Dazu passend gibt es einen eigens abgefüllten Jubiläumswein mit Spezialetikettierung, der im Jubiläumsjahr auf allen Schiffen der KD erhältlich ist. Wer mit der GOETHE ablegen möchte, hat dazu in der Hauptsaison vom 26.04. bis 07.10.2013 täglich um 9 Uhr ab Koblenz Gelegenheit, denn wie gewohnt fährt die GOETHE täglich auf der beliebten KD Nostalgie-Route bis Rüdesheim und zurück nach Koblenz.

"Gefeiert wird dann nochmals während der GOETHE Jubiläumstage. Dann macht die Jubilarin auch einen Abstecher in ihre „Geburtsstadt“. Vom 14. bis 21. Juli fährt sie ab Köln ins Siebengebirge und zurück. In dieser Woche sowie zwischen 4. und 18. August – dann wieder im Mittelrheintal – gilt ein attraktiver Jubiläumstarif: Alle Tickets gibt’s zum Jubiläumstarif mit 50 % Ermäßigung auf den regulären Erwachsenen-Fahrpreis. Obendrauf gibt’s für alle Erwachsenen noch einen Geburtstags-Pikkolo. Da die Tickets sicherlich begehrt sein werden und das Kontingent begrenzt ist, empfiehlt die KD, sich rechtzeitig ein Ticket im Vorverkauf zu sichern.

"Als weiteres Highlight startet die KD ein Jubiläumsgewinnspiel und ermöglicht den Gewinnern damit den Blick aus der Luft auf das UNESCO Welterbe Mittelrheintal und die GOETHE. Von Mai bis September verlost die KD nämlich jeden Monat einen Freiflug für 2 Personen. Gewinnen können die Einsender der schönsten Fotos der GOETHE, die per E-Mail an bordreporter@k-d.com geschickt werden. Einsendeschluss ist der 15. jeden Monats.

"Für alle, die sich nochmals in aller Ruhe die Geschichte der GOETHE vor allem in Bildern anschauen möchten, gibt es ab sofort das Jubiläumsbuch „100 Jahre GOETHE auf dem Rhein“ von Gerd Schuth. Es ist erschienen im Sutton Verlag und für EUR 19,95 im Handel sowie an vielen KD-Verkaufsagenturen erhältlich.

Weitere Infos: KD Tel. 0221/2088-318 oder hier­.

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Gladbeck/Dortmund: 100 Jahre Zecheneisenbahn im Ruhrgebiet

­Neben einer Darstellung der Historie auf acht großen Schautafeln präsentiert das LWL-Industriemuseum auf der Galerie im historischen Werkstattgebäude Fotografien sowie eine Diaschau aus der Geschichte der Bahn. Auf den Gleisen des Zechenbahnhofs im Außengelände werden originale Fahrzeuge gezeigt, darunter mehrere Dampflokomotiven. Die älteste, Lok Victor, präsentiert sich in der preußischen Farbgebung von 1908.

Bei der Eröffnung am Sonntag (16.6.) um 11 Uhr führt Norbert Tempel vom LWL-Industriemuseum in die Ausstellung ein. Dieter Zils, Leiter Eisenbahntransport bei RBH Logistics, hält einen Bilder-Vortrag zur aktuellen Entwicklung des Unternehmens. Daneben gibt es Führerstandsmitfahrten auf der Museums-Dampflok "Anna", die früher die Lothringen-Anschlussbahn nach Dortmund-Bövinghausen befuhr. Im Magazin der Zeche Zollern ist die Ausstellung von Modelleisenbahnen aus der Sammlung Peter Tell während der gesamten Ausstellungsdauer geöffnet. Für Besucher der Eröffnung ist der Eintritt am Sonntagmorgen frei.

Hintergrund

Das 1913 für die Kohlenabfuhr der preußischen Staatszechen im Raum Bottrop, Gladbeck und Gelsenkirchen gegründete Unternehmen gehörte später zur Bergwerksgesellschaft Hibernia. Nach Gründung der Ruhrkohle AG übernahm es nach und nach den Betrieb aller Zechenbahnen im gesamten Ruhrgebiet. Seit den 1990er Jahren werden Koks- und Kraftwerkskohle mit eigenen Zügen auch über DB-Gleise befördert. Nach Stilllegung vieler Zechenbahnen verkaufte die RAG das Unternehmen 2005 an die Deutsche Bahn. Das heutige Unternehmen verdient als RBH Logistics GmbH sein Geld auch mit dem Transport von Chemie und Öl.

Die Ausstellung entstand in Kooperation von RBH Logistics GmbH und LWL-Industriemuseum.

Begleitprogramm

Dienstag, 23.7. 19.30 Uhr
Filme aus Industrie und Verkehr im Ruhrgebiet aus dem vordigitalen Zeitalter.

Dienstag, 13.8. 19.30 Uhr ­Achtung, Themenwechsel!
Die Entwicklung der modernen Traktion bei den Zechenbahn- und Hafenbetrieben. Gesprächsrunde mit drei Zeitzeugen, die bei dem Gladbecker Unternehmen die Entwicklung der Traktionstechnik vorangetrieben und entscheidend beeinflusst haben: K.-Joachim Maiß, Horst Hackenthal und Dieter Zils.

Dienstag, 3.9. 19.30 Uhr
Das Rheinelbe-Zechenbahnnetz der GBAG. Bildervortrag von Christoph Oboth
Im Raum Essen – Gelsenkirchen – Gladbeck betrieb die Gelsenkirchener Bergwerks-AG ein umfangreiches Zechenbahnnetz, das dem Hibernia-Netz in Umfang und Verkehr nicht nachstand. Seine Geschichte wird in vielen seltenen Bildern dargestellt. In den 1970er Jahren wurden beide Netze zusammengeschlossen.

Dienstag 17.9.13, 19.30 Uhr­ Achtung, neu!
Die ­Dampflokomotiven der Zechenbahn- und Hafenbetriebe. Bildervortag von Joachim Leitsch

Dienstag, 1.10. 19.30 Uhr
Die Hibernia und ihre Zechenbahn- und Hafenverwaltung in historischen Aufnahmen. Bildvortrag von Christoph Oboth. Die gezeigten Bilder beschränken sich auf den Zeitraum von 1913 bis 1969. Neben Glasplatten-Werksfotografien gibt es auch Luftaufnahmen und die ersten Farbdias von Hibernia-Lokomotiven aus den 1960er Jahren zu sehen.

"Jede Menge Kohle …." – 100 Jahre Zechenbahn- und Hafenbetriebe
16.6. – 6.10.2013, geöffnet Di-So 10-18 Uhr

LWL-Industriemuseum Zeche Zollern 

Festschrift

Zum ­Firmenjubiläum erschien im Klartext-Verlag eine ausführliche Festschrift unter dem Titel "Kohle, Koks & Oel – Von der Königlichen Zechenbahn zur RBH Logistics GmbH – 100 Jahre RBH", die im Museum und im Buchhandel erhältlich ist.

Das Buch schildert umfassend und detailliert die Geschichte der Gladbecker RBH Logistics GmbH und ihrer Vorgängerbetriebe, deren Tradition auf die 1913 gegründete Königliche Zechenbahn des preußischen Staatsbergbaus zurückgeht. Heute steht die Marke RBH für den flexiblen Ganzzugverkehr im Montan-, Chemie- und Mineralölbereich im gesamten deutschen Eisenbahnnetz und darüber hinaus. Entwicklung, Betrieb und Verkehr der über viele Jahrzehnte zu einem einheitlichen Netz zusammengewachsenen Zechenbahn- und Hafenbetriebe im Ruhrgebiet werden ebenso ausführlich dargestellt wie die Entwicklung des Fahrzeugparks bis heute. Bis zur Elektrifizierung 1968 war die damalige Hibernia-Zechenbahn eine Hochburg des Dampfbetriebs mit dem modernsten Maschinenpark in der deutschen Montanindustrie. Mit dem weltweit ersten serienmäßigen Einsatz von Drehstromlokomotiven mit elektronischer Leistungsübertragung im Jahr 1976 schrieb das Unternehmen Eisenbahngeschichte. Mehr als 300, darunter viele bislang unpublizierte Abbildungen und historische Karten vermitteln ein farbiges Bild eines lebendigen Unternehmens.

Norbert Tempel
Koks, Kohle & Öl
100 Jahre RBH. Von der königlichen Zechenbahn zur RBH Logistics GmbH
Klartext Verlag, Essen ISBN=978-3-8375-0593-1
168 Seiten, zahlr. farb. Abb., 29,95 ¤
ISBN: 978-3-8375-0593-1

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Köln: Nacht der Technik verbindet alte und neue Industriekultur

­Von Hightech-Wundern bis zu technologischen Alltagsphänomenen – die Ideenschmieden der Rheinmetropole zeigen, wie aus Science Fiction Realität wird und entführen Neugierige von 9 bis 99 Jahren in die faszinierende Welt der Technik. Mit einem mitreißenden Programm, bei dem Staunen, Mitmachen und Begreifen auf dem Stundenplan steht. Ein Erfolgskonzept der Kölner Ingenieur-Bezirksvereine von VDI und VDE, das in den vergangenen Jahren schon mehr als 15.000 Technikbegeisterte in seinen Bann zog.

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Technikregion Köln­

Als Zentrum internationaler Motoren- und Automobil-Hersteller besitzt die Domstadt schon lange einen Namen. Die DEUTZ AG hat als ein führender Motorenbauer seit mehr als 140 Jahren ihren Hauptsitz in Köln. Hier wurde der 4-Takt-Motor erfunden; er ist die Basis für die Motorisierung der Welt.

Die Ford-Werke GmbH ist mit über 18.000 Mitarbeitern Kölns größter Arbeitgeber und produziert seit 1931 in Köln. Sie besitzt heute in Köln eine der modernsten Autofabriken Europas. Die deutschen Zentralen von Citroën, DAF, Mazda, Nissan, Renault und Volvo sowie die Motorenwerke von Aston Martin sind auch dort angesiedelt. Toyota entwickelt seine Formel-1-Wagen komplett in der Domstadt.

Ein Kranz von Zulieferfirmen unterstützen die Autohersteller von A wie ABS-Systeme bis Z wie Zahnräder. Wichtige, international bedeutende Namen sind hier z. B. Bertrand, Getrag und GKN SinterMetals.

Die Chemie mit fast 80.000 Mitarbeitern ist die dominierende Branche der Region. Mehr als ein Viertel des deutschen "Chemie"-Umsatzes wird hier erzielt. "High-Chem" ist das Stichwort für die international angesehene Chemie und Pharmaindustrie dieser Region.

Unternehmen der klassischen Elektrotechnik, des Maschinenbaus und der Energiewirtschaft runden das industrielle Spektrum ab – und neue Technologien entstehen. Im "Chemie-Gürtel" Kölns arbeiten schon heute 40 Unternehmen im Sektor Bio-Technologie und Life-Science.

Bundesweit gilt Köln/Bonn als die Region, in der die Informations- und Kommunikationsbranche am schnellsten wächst. Vier der deutschen "Top Ten" der Telekommunikation sind an diesem Standort angesiedelt. Viele mittelständische und kleinere Unternehmen bilden das Rückgrat der Branche, die natürlich auch Software-Firmen einschließt. Auch in dieser Branche blühen völlig neue Arbeitsgebiete: Software-Qualitätsmanagement – wie etwa bei SQS, Telemedizin, Streaming Media oder Computerspiele.

Und Köln ist Medienstandort: Ein Drittel der deutschen TV-Produktion kommt aus Köln und man schätzt, dass mit den Freiberuflern über 50.000 Menschen in Köln und Umgebung ihr Geld in der Medien- und Kommunikationsbranche verdienen – nicht alle in technischen Berufen, aber ein großer Teil davon.

Auch öffentliche Projekte am Standort Köln zeigen herausragender Leistungen in technischen Disziplinen. Hierzu zählen U-Bahnbau und Hochwasserschutz.

Nicht zuletzt auf dem Sektor der Abfallwirtschaft präsentiert Köln Spitzentechnologie. Die Restmüllverbrennungsanlage Köln zählt zu den modernsten und technisch anspruchsvollsten Müllverbrennungsanlagen weltweit.
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