Archiv für den Monat: April 2013

Köln: Was bleibt vom „Rückgrat der Bahn“?

­Nur durch die Unterführung zwischen Nippes und Bilderstöckchen erreichbar sind das ehemalige Stationsgebäude des Güterbahnhofs Nippes und das benachbarte Stellwerk an der Longericher Strasse 138a. Sie stehen seit 2009 auf der städtischen Denkmalliste. Nun teilte die Bahn nach Medienberichten mit, dass aufgrund von bereits stattgefundenen Geländeverkäufen auf dem weitläufigen ehemaligen Güter- und Verschiebebahnhof für die Anlage des neuen Wartungswerkes die Denkmale abgebrochen werden müssen. Den Mietern, die hier Tonstudios und Probenräume für Bands besaßen und nach eigenen Angaben erhebliche eigene Mittel in die Sanierung des Gebäudes investieren, wurden kurzfristig gekündigt.

Das am nördlichen Ende des Geländes gelegene Rheinische Industriebahnmuseum, in einem ebenfalls denkmalgeschützten Betriebswerk von 1912 mit Drehscheibe und zahlreichen Nebengebäuden untergebracht, scheint dagegen nicht gefährdet zu sein.

Dagegen droht nach Angaben von lokalen Eisenbahnfreunden und Denkmalpflegern auch weiteren historischen Stellwerken in Kalk und Bergisch Gladbach wegen Streckenausbau der Abbruch.­­

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Essen: Tagungsdokumentation „Zwischen Rhein-Ruhr und Maas – Pionierland der Industrialisierung – Werkstatt der Industriekultur“ erschienen

Weitere Informationen und Bestellung hier.

 

Buchvorstellung und Podiumsdiskussion

am 27. Juni 2013, 19:30 Uhr

Industrie- und Handelskammer zu Köln, Guilleaume-Saal

Unter Sachsenhausen 10-26, 50667 Köln.

Thema der Gesprächsrunde ist die

„Überlieferung der Industriegeschichte in Westdeutschland. Stadtplanung/Architektur – Denkmalpflege – Museen – Archive – Netzwerke der Industriekultur – Hochschulen".

Moderation:

Jürgen Keimer
Vorstandsmitglied Haus der Architektur Köln

Teilnehmer:

Prof. Dr. Stefan Berger
Lehrstuhl Sozialgeschichte und soziale Bewegungen. Direktor Institut für soziale Bewegungen. Ruhr-Universität Bochum

Prof. Dr. Walter Buschmann
LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland. Referatsleiter Technik- und Industriedenkmale

Dr. Walter Hauser (angefragt)
Direktor LVR-Industriemuseum. Landesmuseum für Industrie- und Sozialgeschichte

Rainer Klenner
Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, u. a. zuständig für den Aufgabenbereich Industriekultur

Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher
Fachgebiet Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung an der TU Dortmund. Gestaltungsbeirat Stadt Köln

Dr. Ulrich S. Soénius
Geschäftsführer Industrie- und Handelskammer zu Köln. Geschäftsbereiche Standortpolitik, Verkehr, Unternehmensförderung sowie Industrie, Volkswirtschaft, Innovation und Umwelt. Vorstand und Direktor der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln (RWWA).

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Chemnitz: Online-Petition gegen geplanten Abriss des historischen Viaduktes

Eine gemeinsame Petition organisieren die Bürgerinitiative STADTFORUM CHEMNITZ und stadtbild-chemnitz.de zugunsten den Erhalts des historischen Chemnitztalviadukts. Auf Anfrage zu den seit Jahren ausbleibenden Erhaltungsmassnahmen am historischen Chemnitztalviadukt in der Chemnitzer Innenstadt habe, so teilte die Intiative mit, Bernd Gregorzyk, Amtsleiter des Tiefbauamtes Chemnitz am 03.04.2013, informiert, dass die Stadtverwaltung Chemnitz in Vorbereitung des Abrisses des Chemnitztalviaduktes und der Errichtung eines neuen Brückenbauwerkes derzeit Verhandlungen über die Planungs- und Kreuzungsvereinbarungen für die Baumassnahme mit der DB ProjektBau führt.

Das Chemnitztalviadukt ist Bestandteil des letzten noch auszubauenden Streckenabschnittes der Sachsen-Franken-Magistrale im Stadtgebiet von Chemnitz. Dieser Abschnitt wurde wegen der hohen Investitionskosten bisher von der Deutschen Bahn AG zurückgestellt. Im Jahr 2012 informierte die Deutsche Bahn AG die Stadtverwaltung, dass der auszubauende Streckenabschnitt von der Augustusburger Strasse bis zur Reichsstrasse ab 2013 planerisch vorbereitet wird. Mit einem Baubeginn sei ab 2015 zu rechnen. In diesem Zusammenhang sei geplant, für den Bau eines neuen Eisenbahnviaduktes über die Chemnitz, die Annaberger Strasse und die Beckerstrasse als Ersatz für das historische Chemnitztalviadukt den Siegerentwurf von Krebs & Kiefer, beratende Ingenieure, Darmstadt aus dem gemeinsamen Architekturwettbewerb der Deutschen Bahn AG und der Stadtverwaltung Chemnitz aus dem Jahr 2003 umzusetzen.

Bei dem 1906 errichteten, ca. 250 m langen Chemnitztalviadukt handelt es sich um eines der bedeutendsten historischen technischen Bauwerke Sachsens. Das Viadukt wurde zeitgleich mit einer ganzen Reihe von Grossbauten in Chemnitz, wie dem Neuen Rathaus, dem Opernhaus und dem König Albert Museum Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet und gehört zu den Bauten, die den Ruf der Stadt Chemnitz als moderne Grossstadt begründeten. Es ist Teil des Denkmalensembles Chemnitztalviadukt, Wirkbau, ehemals Schubert & Salzer und der historischen Fabriken an der Beckerstrasse.

Das Chemnitztalviadukt war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Imageträger der Stadt Chemnitz und erschien damals in zahlreichen Broschüren der Stadtverwaltung Chemnitz und auf einer Vielzahl von Postkarten. Vielen Chemnitzern gilt das Chemnitztalviadukt als ein nicht weg zu denkendes Wahrzeichen der Stadt. Es ist ein historischer Beweis für die ehemalige Leistungsfähigkeit und die Grösse der Stadt Chemnitz. Der Entwurf für das neue Bauwerk von Krebs & Kiefer werde der architektonischen Qualität und der Tradition des historischen Bauwerks nicht gerecht.

In einem Erhalt und der Sanierung des historischen Chemnitztalviadukts liegt weit mehr als die Chance des Ausbaus einer Eisenbahnstrecke, nämlich die der dringend notwendigen Attraktivitätssteigerung der Stadt Chemnitz. Man fordert, dass die Planungen für die Baumassnahme ausgesetzt werden, dass die Öffentlichkeit an der Entscheidung für eine derart nachhaltige Veränderung in der Chemnitzer Innenstadt, die den Verlust eines der wichtigsten Chemnitzer Baudenkmale bedeutet, beteiligt wird und vor allem, dass die Gutachten, welche zur Einschätzung führten, dass das Chemnitztalviadukt nicht mehr zu ertüchtigen sei, von unabhängiger Seite überprüft werden und der Vergleich der Kosten zwischen Neubau und Erhalt öffentlich dargelegt wird.

Die Initiative regt an, dass Chemnitzer Kompetenzen eingebunden werden, so die TU Chemnitz, wo u. a. ein Forschungscluster zur Materialforschung existiert. Mehr als 10 Jahre nach der Erstellung der Gutachten zum Zustand des Chemnitztalviaduktes, welches in dieser Zeit weiter genutzt wurde, gebe es veränderte Fördermöglichkeiten für die Bestandssanierung historischer Brückenbauwerke sowie neue Technologien und Experten, die das historische Bauwerk für eine weitere Nutzung ertüchtigen könnten. Es handelt sich um ein Bauwerk aus massivem Stahl. Das ist eine Aufgabe, die dem Anspruch der Stadt Chemnitz als Stadt der Moderne in der Tradition der Zeit, in dem das Chemnitztalviadukt entstand, Verpflichtung sein muss.

Zur Unterstützung des Erhaltes des Chemnitztalviaduktes bittet die Initiative um Zeichnung der Petition unter folgendem Link (bitte hier klicken)
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Empfänger der Petition: Deutsche Bahn AG, Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig

PSLeider zählen nur Stimmen von Einheimischen; trotzdem sind die Initiatoren für jede Unterstützung dankbar.

 

 

 

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Essen: 100 Jahre Ruhrverband

­Die Schulen wurden vorher von den Städten bestimmt, die Teams aus Schülern und Lehrern werden jeweils von einem prominenten Stadtpaten unterstützt. Ein Beispiel: Die Stadt Essen schickt zum Auftakt der Spieletour am Montag, dem 15. April, Welt- und Europameister Christian Keller ins Rennen. Ob ihm die Erfahrungen aus seiner Schwimmkarriere bei den pfiffigen Geschicklichkeitsspielen rund ums Wasser zu Gute kommen werden, wird sich auf der Facebookseite des Ruhrverbands zeigen, auf der das Ranking im sportlichen Kräftemessen zwischen den Schulen tagesaktuell verfolgt werden kann. Die sechs Teams mit den meisten Punkten kommen ins Finale, das am Sonntag, dem 14. Juli, im Rahmen des Seefests „Sorpe in Flammen“ an der Sorpetalsperre stattfindet. ­

Die Ruhr ist die Lebensader für einen der größten Ballungsräume Europas. Seit 100 Jahren sorgt der Ruhrverband dafür, dass es selbst in trockenen Zeiten weder dem Fluss noch den rund vier Millionen Menschen, die heute daraus mit Trinkwasser versorgt werden, an gutem und sauberem Wasser mangelt.

Mit kenntnisreichem Blick auf die Errungenschaften der Vergangenheit und mit offenen Augen für die Fragen der Zukunft zeichnet das Jubiläumsbuch "Zeit im Fluss – 100 Jahre Ruhrverband" die Geschichte des Ruhrverbands, seine vielfältigen Aufgaben und die damit verbundenen Herausforderungen auf. Exklusiv für diesen Anlass aufgenommene Fotos, historische Abbildungen und erklärende Grafiken lenken den Blick auf viele bekannte und einige verborgene Seiten der Region und ergänzen die spannende Reise durch 100 Jahre Wasserwirtschaft an der Ruhr.

Das Jubiläumsbuch "Zeit im Fluss – 100 Jahre Ruhrverband" erscheint im Eigenverlag und ist ab Anfang Juni im Buchhandel und direkt beim Ruhrverband erhältlich.

Auf der Website des Ruhrverbandes wird ausserdem jeden Monat ein historisches Bild vorgestellt und kommentiert

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