Archiv für den Monat: Juni 2012

Von der Bottroper Lohnhalle bis zum Emscherquellhof: Westfälische Kulturorte feiern ExtraSchicht-Premiere

­Mit der Lohnhalle Arenberg-Fortsetzung in Bottrop, dem Bergwerk Bergmannsglück in Gelsenkirchen, der Ruhr-Universität Bochum und dem Haus Witten feiern gleich mehrere Spielorte in Westfalen ihre ExtraSchicht Premiere. Mit spektakulären Illuminationen, Theateraufführungen und Konzerten werden die Relikte des Industriezeitalters neu in Szene gesetzt.
Dabei wird in diesem Jahr erstmals auch der Emscherumbau in das Programm eingebunden. Am Emscherquellhof in Holzwickede, der Kläranlage Dortmund-Deusen und weiteren Orten bietet die größte Baustelle Europas eine Bühne für Seemannslieder, Lesungen und Jonglage.

Weitere Informationen: www.extraschicht.de­

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Ein Wochenende der Baukultur: am 23./24. Juni ist Tag der Architektur!

­Ohne Frage gehört die Energieeffizienz von Gebäuden zu den zentralen Themen beim heutigen Bauen. Sie ist gleichzeitig die Herausforderung an die Qualität von Baukultur: Funktion und Ästhetik dürfen nicht zum Widerspruch werden.

Das gilt in besonderem Maße für die Bestandsbauten. Nur 10 Prozent der vor 1979 errichteten Bauten sind ausreichend gedämmt. Sollen die verbleibenden 90 Prozent nicht einer Zukunft als unförmiger Thermoklotz unter Wärmedämmverbundsystemen überlassen werden, ist Energie gefragt: kreative Energie für innovative Lösungen.

Wie viel davon Architektinnen und Architekten aller Fachrichtungen in die Planung und Realisierung ihrer Projekte gesteckt haben, bezeugen die viele Bauten, die zum Tag der Architektur gezeigt werden. Über 1.700 Projekte sind bundesweit zu besichtigen.

Die Programme der einzelnen Bundesländer finden Sie >>hier. Geboten wird ein breites Spektrum an Bautypologien: Privathäuser, neue Miet- und Eigentumswohnungen, Bauwerke für Büro und Verwaltung, für Schule und Bildung, für Senioren und Kinder, für Handwerk und Gewerbe bis hin zu Gärten und Parks.

Für die Besucher ergibt sich der besondere Reiz am Tag der Architektur daraus, dass die meisten Objekte üblicherweise nicht für Interessierte offen stehen. Außerdem können sie neben vielfältigen Anregungen für eigene Planungs- und Baumaßnahmen auch im direkten Gespräch mit den Fachleuten vor Ort Positionen diskutieren, Probleme lösen und Fragen erörtern.

Der Tag der Architektur findet 2012 zum 18. Mal statt. 1995 hatten die Architektenkammern in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Thüringen erstmals einen Tag der Architektur organisiert. Inzwischen bieten alle Architektenkammern Ende Juni Besichtigungen von aktuellen Architektur-Projekten an.

Zur Programmübersicht

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Düsseldorf: NRW-Bauminister billigt Antrag der Stadt Düsseldorf auf Abbruch des „Tausendfüßlers“

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Kern des Voigtsberger-Urteils: „Nach der notwendigen Sanierung wäre der Tausendfüßler kein Denkmal mehr. Daher bestehen nach Abwägung aller Aspekte aus denkmalrechtlicher Sicht keine Einwände gegen einen Abbruch.“

Nach einem Ortstermin im November 2011 auf der unter Denkmalschutz stehenden Hochstraße hatte der Minister aufgrund der besonderen technischen Erfordernisse des Verkehrsdenkmals eine fachliche Expertise in Auftrag gegeben, um den Sachverhalt gründlich zu prüfen.

Voigtsberger: „Danach komme ich zu dem Schluss, dass die Voraussetzungen für die denkmalrechtliche Erlaubnis zum Abbruch des Baudenkmals vorliegen. Durch die festgestellten Schäden des Tragwerks, der Über- und Unterbauten, an Kappen, Belag, Entwässerungs- und Schutzeinrichtungen ist eine grundhafte Instandsetzung und Ertüchtigung des Tausendfüßlers erforderlich, um seine Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit weiter zu gewährleisten. Ich teile die Einschätzung des Gutachters, dass die für die weitere Nutzung der Brücke notwendigen Sanierungsmaßnahmen für das ‚Gesamtkunstwerk Tausendfüßler’ nachhaltig zum Verlust wesentlicher Merkmale der Denkmaleigenschaft führen würden.“

Laut Gutachter sind für die dauerhafte Sanierung neue Brückengeländer, eine neue Entwässerung sowie massive, externe Spannglieder notwendig, die außerhalb des bestehenden Brückenquerschnitts liegen und das Bild des Bauwerks verändern. „Daher habe ich nach Abwägung aller Aspekte dem Antrag auf Abbruch zugestimmt“, so der Minister.

In strittigen Fällen ist das Bauministerium als oberste NRW-Denkmal-Behörde die Entscheidungsinstanz über den Erhalt von Baudenkmälern.

Download der Erläuterungen am Ende der Pressemitteilung!

Bildstrecke des WDR mit historischen Aufnahmen 

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­Damstadt: 150 Jahre IHK Rhein-Main-Neckar mit umfangreichem Programm zur Industriegeschichte der Region

­Ausstellung "Rauchende Schlote"

Bis vor kurzem noch waren Geschäftsbriefe und Rechnungsformulare die Visitenkarte eines Unternehmens; sie erreichten Adressaten in der ganzen Welt und trugen mit zum Bild bei, das sich der Kunde oder Geschäftspartner vom Unternehmen machte. Was also lag näher, als den Briefkopf zu Werbe- und Selbstdarstellungszwecken zu nutzen? Ganz besonders gilt dies für die Zeit der Früh- und Hochindustrialisierung, als es weder Radio und Fernsehen und schon gar kein Internet gab.

So begann im zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts die noch junge deutsche Industrie den Briefbogen und das Rechnungsformular als effektive Werbefläche für sich zu entdecken. Sie griff dabei die Tradition der gedruckten Visiten- und Empfehlungskarten des Adels aus dem 18. Jahrhundert auf, die zunächst einem eher privaten Repräsentationsbedürfnis entsprangen. Ornamente und Wappen zierten Visitenkarte und Briefkopf oft gleichermaßen, bei letzteren rückte allerdings die Fabrikansicht in den Vordergrund. Nach dem Ersten Weltkrieg verschwanden die Fabrikdarstellungen bald von den Firmenbriefköpfen. Das lithografische Druckverfahren, mit dem sie hergestellt wurden, war zu teuer und zu aufwändig. Innerhalb kurzer Zeit wurde es vom Offsetdruck verdrängt. Von vielen Fabrikanlagen, die in dieser Ausstellung gezeigt werden, existieren keine Fotografien oder andere Abbildungen. Die Lithografien auf den Briefköpfen sind hier die einzigen bildlichen Darstellungen. Neben dem künstlerischen Aspekt war dies ein weiterer Grund, diesem Thema eine Ausstellung zu widmen.

Die Jubiläumsausstellung ist vom 8. Mai bis zum 31. August 2012 im Foyer der IHK Darmstadt während der Geschäftszeiten (montags bis donnerstags von 8 bis 16.30 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr) zu besichtigen.

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