Archiv für den Monat: März 2012

Köln: Wird Industriedenkmal scheibchenweise zerstört?

­Nach Darstellung des Eigentümers seien die Bauteile nicht erhaltbar; sein Gutachten werde vom zuständigen Mitarbeiter des Stadtonservators akzeptiert. Der Einspruch des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland gegen die Genehmigung des Abbruchs sei nicht zu berücksichtigen.

Jahrelang war die Fabrik durch Künstler und Gewerbetreibende erfolgreich umgenutzt worden; nun soll das Gelände mit anspruchsvollen Wohnhäusern bebaut werden.

Artikel des Kölner Stadt-Anzeigers vom

14. März 2012
und
30. März 2012

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Zossen/Luckenwalde: Einladung zum 1. Ortsgespräch am 18.4.2012: Hutfabrik Luckenwalde

­Die Veranstalter möchten nach eigenen Angaben die denkmalpflegerischen Aspekte und die architektonische und ingenieurtechnische Umsetzung vorstellen und mit den Besuchern diskutieren, ob die Vorgehensweise gerechtfertigt ist.

Das „Ortsgespäch“ ist ein gemeinsames Projekt des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums, der Brandenburgischen Architektenkammer und des Verbandes Beratender Ingenieure Berlin – Brandenburg und mit freundlicher Unterstützung des Eigentümers.

16:00 Uhr
Ort: Färberei der Hutfabrik, Industriestraße 2, 14943 Luckenwalde (liegt nicht direkt an der Straße)
Die Teilnahme ist kostenlos; Anmeldung bis zum 5. April 2011.

Weitere Infor­mationen hier

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Siegen: Weltberühmt, aber nicht geschützt: Professor kämpft für die „Becher-Häuser“

­Prof. Kiem, ein Experte für Siedlungsbau, berichtet von einem weltweiten Interesse für die sogenannten „Becher-Häuser“. Im April wird er auf Einladung der Society of Architectural Historians in Detroit über die Siedlungen berichten. Die Häuser, deren Zahl auf mehrere tausend geschätzt wird, entstanden zwischen 1870 und 1920. Da die sogenannten Riegel, also die Querbalken, fehlen, werden sie auch als Spar-Fachwerk bezeichnet. Berühmt wurden die markanten Arbeiterwohnhäuser durch die Fotos des renommierten Fotografenpaares Bernd und Hilla Becher; heute sind die Schwarz-Weiß-Bilder weltweit in den Sammlungen großer Museen vertreten.

„Bernd und Hilla Becher ging es nicht in erster Linie darum, Bilder der Häuser ins Museum zu hängen. Vielmehr haben sie mit ihren Arbeiten schon in den 1960er und 70er Jahren ihre Wertschätzung für diesen besonderen Bautyp ausgedrückt“, sagt Prof. Kiem. Jedoch sei diese einzigartige Architektur nicht vor Abriss oder Eingriff geschützt: „Die Denkmalpflege tut sich schwer damit, eine große Zahl von wenig feudalen Häusern zu schützen. Dabei ist gerade die Anzahl besonders und prägt das Bild der Region.“
Unterstützt vom Siegener Stadtbaumeister kämpft der Wissenschaftler für ein Bewusstsein und eine Wertschätzung der „Becher-Häuser“ – auch als touristisches Aushängeschild der Region. „Ich erfahre in aller Welt, wie spannend Leute diese Architektur finden“, fasst er das Interesse zusammen.

Pressestimmen / Die „Becher-Häuser“ als Bastelbogen

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Köln: Neues rund um die Schokolade

­In den 1980er Jahren wurde der umfangreiche Gebäudekomplex inmitten des Veedels vom damaligen Unternehmenschef Imhoff aufgegeben, der Betrieb auf die recte Rheinseite verlagert. Von den damaligen Erhaltungs- und Umnutzungsprojekten für den riesigen Fabrikkomplex wurde lediglich ein zu Wohnungen umgebauter Flügel realisiert. Als Ausweichquartiere für die quirlige „Szene“ entstanden das Bürgerhaus Stollwerck in einem ehemaligen Militätdepot (es feiert 2012 sein 25jähriges Bestehen) und das Kunsthaus Rhenania, ein Pionier für die Umnutzung der Rheinauhafen-Altbauten.

Bekanntestes und mit fast 700.000 Besuchern jährlich (unter den Museen der Stadt) beliebtestes Denkmal des Kölner Schokoladenimperiums ist die Ausstellung im ehemaligen, nach Kriegsbeschädigung vereinfacht wieder aufgebauten Hauptzollamt auf der Zungenspitze der Rheinauhafen-Halbinsel. Die Dauerausstellung dieses Hauses wurde nun nach Medienberichten durchgreifend überholt, neu gestaltet und erweitert. Zu den Neuerungen gehört auch ein funktionsfähiges Exemplar der legendären Stollwerck-Schokoladenautomaten, die neben den Sammelbildern eine revolutionäre Marketingerfindung des Unternehmens waren.

Heute firmiert das Museum unter dem Lind-Sprüngli-Logo. Der weltberühmte Goldhase aus dem Hause Lindt, edelste Ausformung unzähliger Schoko-Osterhasen, wird übrigens an diesem Osterfest bereits 60 Jahre alt. Es gibt ihn übrigens bis zu einem Lebendgewicht von einem Kilogramm; jedoch wohl nicht in allen drei Sorten Vollmilch, Zartbitter oder Weiss.

Dass die Redaktion der Industriekultur derzeit mit den Verantwortlichen über ein Themenheft mit kost-barer Beilage verhandelt, ist nur ein Gerücht. Aber wie lange noch…   
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Essen: Tagung „Kreativquartiere als Impulsgeber für die Entwicklung von Mittelstädten? – Ein europäisches Experiment“ am 29. 3. 2012

­­Die Einladung zur Konferenz erfolgte in Deutschland unter anderem über den Deutschen Städtetag, die Architektenkammer NRW und Fachverbände.

Kreativquartiere als Impulsgeber für die Entwicklung von Mittelstädten?
– Ein europäisches Experiment

1. Internationale Fachkonferenz des EU-Projektes CURE – Creative Urban Renewal in NorthWest-Europe

Am 29. März 2012 – in Essen-Kettwig, Alter Bahnhof

Weitere Information hier

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